Darmpilz (Candida albicans) -Was ist das?

Beim Candida albicans handelt es sich um einen Hefepilz. Dieser Pilz kann verschiedene Bereiche des menschlichen Organismus befallen. Besonders häufig taucht er im Bereich der Schleimhäute (Mund und Rachen), im Genitalbereich und im Magen-Darm-Trakt auf. Der Verdauungstrakt bietet den Pilzen einen nahezu optimalen Lebensraum. Die warme Umgebung und der großflächige Darm bietet dem Pilz gute Bedingungen zur Besiedlung und Vermehrung. Die Pilze ernähren sich von Kohlenhydraten, die dem Körper durch Nahrung zugeführt werden.In einer chemischen Reaktion werden die Kohlenhydrate unter anderem in Kohlendioxid umgewandelt. Diese Gasbildung macht sich für den Betroffenen in der Regel dadurch bemerkbar, dass er unter Blähungen leidet.

Wo kommt der Darmpilz her?

Die Übertragung kann beispielsweise über Schleimhäute erfolgen. Grundsätzlich trägt tatsächlich ein Großteil der Menschen Pilze des Types Candida albicans ins sich. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, einem intakten Immunsystem und keiner vorangegangenen Behandlung mit Antibiotika haben die Pilze allerdings kaum eine Möglichkeit sich im Körper auszubreiten und zu vermehren. Besteht die Ernährung allerdings aus vielen Kohlenhydraten (zuckerhaltige Ernährung) erhalten beispielsweise auch die Pilzkulturen viel „Nahrung“ und können sich bei, für sie günstigen anderen Faktoren, stark vermehren. Ein Beschleuniger für die Vermehrung von Pilzen in unserem Darm kann ein vorangegangene Behandlung mit Antibiotika sein. Da mit Antibiotika durch Bakterien ausgelöste Krankheiten (z.B. Scharlach) behandelt werden können, indem Bakterien abgetötet werden, werden auch die Bakterien im Magen-Darm-Bereich abgetötet. So bietet sich den Pilzkulturen die Möglichkeit sich auszubreiten. Dies ist auch ein Grund (u.a. neben der Bildung von Resistenzen) eine Behandlung mit Antibiotika genau abzuwägen.

Woran erkennt man einen starken Pilzbefall des Verdauungstraktes?

Leider gibt es nur unspezifische Symptome, die auf eine starke Ausbreitung von candida albicans im Bereich des Darms hindeuten. Starke Blähungen können ein Hinweis auf die biochemische Tätigkeit des Pilzes sein, bei der Kohlendioxid als eines der Produkte der chemischen Reaktion übrig bleibt. Typischerweise treten die Blähungen (und ein starkes Völlegefühl), falls sie durch den Befall mit Pilzen verursacht werden, beim Verzehr kohlehydratreicher Nahrung auf. Sowohl Verstopfungen als auch Durchfall können ein Indikator für eine Erkrankung an Pilzen sein. Werden diese Symptome durch candida alicans verursacht, dann treten sie gehäuft in einem schnellen Wechsel auf. So kann trotz unspezifischer Symptome ein Rückschluss bzw. eine weitere Eingrenzung auf eine Pilzerkrankung bzw. Richtung eines starken Pilzbefalles gezogen werden. Wichtig ist bei der Eingrenzung eine sehr genaue Beobachtung des eigenen Körpers. Verspürt man im Gegensatz zu früher plötzliche Heißhungerattacken, kann auch dies ein Symptom für eine Pilzerkrankung sein. Auch eine recht neu hinzugekommene Alkoholunverträglichkeit kann ein Hinweis auf candida albicans sein. Ein Bluttest kann auf einen Eisenmangel und/oder einen Zinkmangel offenlegen die ebenfalls beide symptomatisch für einen Befall mit Darmpilzen sein können.

Was sollte man tun bei der Diagnose oder dem Verdacht eines Pilzbefalls im Darm?

Da der Darmpilz häufig in Kombination mit einem Befall im Mundraum einhergeht sollte unmittelbar beim Verdacht auf eine gründliche Mundhygiene geachtet werden. Das bedeutet den Wechsel der Zahnbürste in kurzen Intervallen. Eine besondere Herangehensweise wird notwendig, falls eine Zahnspange oder eine Zahnprothese getragen wird. Hier können ideale Umgebungen für Pilze entstehen und aus diesem Grund muss ein besonderer Wert auf die Hygiene und eine gründliche Reinigung gelegt werden.

Eine "Candida Diät" verschafft Abhilfe bei Darmpilz
Eine “Candida Diät” verschafft Abhilfe bei Darmpilz

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Darmpilz und der Ernährung?

Eine herausragende Rolle spielt in diesem Zusammenhang natürlich die Ernährung und so ist eine konsequente Candida Diät unerlässlich! Der Wirkmechanismus einer Pilz-Diät ist im Prinzip relativ simpel aber sehr effizient. Dem Pilz (also den Hefen) wird der gesamte Nährboden entzogen, indem man seine Ernährung konsequent umstellt. Grob zusammengefasst wird bei einem Ernährungsplan zur Bekämpfung eines Pilzbefalls auf Einfachzucker (u.a. Süßigkeiten), einfache Kohlenhydrate (z.B. Weißbrot) und Alkohol verzichtet. Da bei einer Pilzdiät viele Lebensmittel wegfallen, die für viele Menschen eine Grundlage ihrer Ernährung darstellen ist die Erstellung eines personalisierten, individuell zugeschnittenen Candida-Diät-Planes eine unermessliche Hilfe.

Die Candida-Diät als Maßnahme gegen Darmpilze

Grundsätzlich sollte eine Diät über mindestens einen Monat durchgeführt werden. Eine zeitliche Verlängerung der Pilz-Diät ist jedoch immer zu empfehlen. Da der Ernährungsplan auf einer erwiesenermaßen sehr gesunden Ernährung basiert gibt es keine Gründe die gegen eine Verlängerung der Diät oder eine grundsätzliche Umstellung der eigenen Ernährung sprechen. So kann auch das Risiko für zukünftige Ausbreitungen von Darmpilzen minimiert werden. Ernährt sich ein Mensch beispielsweise konsequent mit vollwertigen Lebensmitteln ist es für Pilze nahezu unmöglich sich auszubreiten, da ihnen schlicht und einfach der Nährboden fehlt. Da eine Candida-Diät zusätzlich aus ballaststoffreichen Lebensmittel (Obst, Gemüse) besteht, um die Kontraktion des Magens anzuregen, profitiert der gesamte Organismus von vielen weiteren positiven Begleiterscheinung dieser vollwertigen, vitamin– und ballaststoffreichen Ernährungsform. So spricht selbst bei einem Verdacht auf einen Befall mit Darmpilzen nichts dagegen eine Candida-Diät durchzuführen, da es keine negativen Nebenwirkungen oder Risiken gibt und der Körper mit hochwertigen Lebensmitteln versorgt wird.

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