Kraftsport – gesund und schön?

Kraftsport – früher verpönt, heute ein großer Trend. In Deutschland sind etwa 10,6 Millionen Menschen in einem Fitnessstudio angemeldet. Natürlich ist es schwer zu sagen, wie viele dieser Menschen regelmäßig trainieren gehen und ob sie dort auch Kraftsport betreiben, dennoch ist es eine beachtliche Zahl. Die Tendenz ist seit Jahren steigend, und das hat auch gute Gründe, wie Sie nachfolgend erfahren werden.

Fitnessstudios erfreuen sich zunehmender Beliebtheit
Fitnessstudios erfreuen sich zunehmender Beliebtheit

Nicht nur Muskelaufbau oder Abnehmprogramm

Bekannt sind wohl die Muskelprotze, bei denen man meint, dass die den Großteil ihrer Freizeit an den Gewichten verbringen. Jedoch trainieren mittlerweile auch viele Menschen aus anderen Gründen. Schließlich gibt es viele Gründe ein Fitnessstudio zu besuchen. Zu den häufigsten Gründen dürften wohl weiterhin kosmetische, wie beispielsweise Muskelaufbau und Abnehmen, zählen, jedoch gehen mit dem Muskelaufbau auch viele weitere positive Effekte einher, vorausgesetzt, man trainiert „richtig“. So lässt sich das Risiko für viele Krankheiten und Verletzungen mit einem durchdachten und regelmäßig umgesetzten Sportprogramm senken. Doch auch im Zuge der Behandlung einer Erkrankung oder Verletzung bietet sich ein Sportprogramm an. Und entgegen vorherrschender Meinung ist auch ein sorgfältig überlegtes (!) Krafttraining für Heranwachsende sinnvoll. Ebenso ist ein umfangreiches Sportprogramm auch im Alter mehr als sinnvoll. So lassen sich viele typische altersbedingte Veränderungen nicht nur verlangsamen oder stoppen, sondern auch umkehren. Prinzipiell kann man festhalten, dass es zu keinem Zeitpunkt zu spät ist mit dem Kraftsport anzufangen, jedoch gilt der Leitspruch „Je früher, desto besser“.

Nicht nur ein Traumkörper kann Anlass für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio sein
Nicht nur ein Traumkörper kann Anlass für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio sein

Grundsätzliches zum Kraftsport

Kraftsport hilft bei der Vorbeugung und Behandlung vieler Erkrankungen. Wichtig ist jedoch immer das individuell passende Trainingskonzept. Hierfür empfiehlt sich entweder die Inanspruchnahme eines gut ausgebildete Personaltrainers oder die Anmeldung in einem Fitnessstudio, oder noch besser Gesundheitsstudio, mit umfangreicher Betreuung und Einführung durch geschultes Personal. Häufig haben diese sogar medizinisch ausgebildetes Personal, dass eine erste Empfehlung abgeben kann. Wichtig ist jedoch auch der Punkt, dass ein gutes Trainingsprogramm mit einem darauf abgestimmten Ernährungsplan einhergeht. Das bedeutet nicht, dass Sie ab Trainingsbeginn vorgeschrieben bekommen, was Sie zu essen haben, jedoch sollten Ihnen gewisse Grundregeln vertraut sein. 

Gegen welche Krankheiten hilft Kraftsport?

Zum einen lässt sich durch Kraftsport die Beweglichkeit des Körper verbessern und erhalten. Mit dem Muskelwachstum geht auch ein Knochenwachstum einher, das den Körper vor Osteoporose schützen kann, oder eine bestehende Osteoporose verlangsamen und sogar stoppen kann. Durch das Muskelwachstum, und der damit verbundene Stärkung der Sehnen und Bänder, werden unter anderem den Gelenken mehr Stabilität verliehen, was gerade im Alter vor Stürzen und ähnlichen Situationen schützen kann. Doch auch Sportler können hiervon profitieren. Durch ein gut gewähltes Programm können auch die Risiken für Deutschlands Volkskrankheit, dem Bandscheibenvorfall, minimiert werden. Auch in der Behandlung dieser ist normalerweise ein Sportprogramm enthalten. Doch auch Verspannungen und Schmerzen im Nacken und Lendenwirbelbereich lassen sich durch Kraftsport verringern und häufig sogar ganz beheben. Ebenso hat Kraftsport viele positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und den damit zusammenhängenden Erkrankungen. Hierzu zählen unter anderem Diabetes, Bluthochdruck oder die Koronare Herzkrankheit.

Viel hilft viel?

Kraftsport zu betreiben bedeutet nicht, dass Sie nun nahezu täglich ein umfangreiches Sportprogramm absolvieren müssen. Vielmehr reichen bereits kleine Einheiten die 2-3 mal wöchentlich durchgeführt werden. Diese können durchaus nur 15-30 Minuten dauern. Ein solches Sportprogramm kann bereits umfangreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit und Koordination haben. Jedoch sollte man, auch das wöchentliche Pensum individuell festlegen (lassen), da jeder Mensch andere Voraussetzungen und Ziele mitbringt.