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Polyphenole

Polyphenole sind in der Gesundheitsbranche in alle Munde. Sie sollen als Antioxidans vor vielen Krankheiten schützen, indem sie die Zellen schützen. Doch was genau sind Polyphenole überhaupt?

Polyphenole sind sekundäre Pflanzenwirkstoffe, also Stoffe die in unterschiedlichen Pflanzen vorkommen. Sekundäre Pflanzenstoffe wiederum sind Inhaltsstoffe einer Pflanze, wie auch Vitamine, Mineralien oder Ballaststoffe. Jedoch wurden diese lange nicht beachtet und stehen erst seit kurzer Zeit im Mittelpunkt vieler Forschungen. Denn Polyphenole kommen in vielen Pflanzen vor.

Polyphenole sollen eine große Rolle in der Krebs- und Arteriosklerosevorsorge spielen
Polyphenole sollen eine große Rolle in der Krebs- und Arteriosklerosevorsorge spielen

Wie wirken Polyphenole?

Polyphenole wirken als Radikalfänger oder auch Antioxidans. Sie schützen so Zellstrukturen vor chemisch aktiven Sauerstoffverbindungen. Dadurch wird die Immunabwehr des Körpers gestärkt. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass durch diese sekundären Pflanzenstoffe das Arteriosklerose-Risiko gesenkt werden kann. Außerdem sollen sogar Krebszellen im Wachstum gehemmt werden! Weitergehend wurde in in-vitro-Untersuchungen eine antimikrobielle, blutdrucksenkende und gerinnungshemmende Wirkung nachgewiesen (LCI). Eine Studie der Universität Heidelberg zur Auswirkung von Granatapfelpolyphenolen gegen Prostatakarzinome klingt ebenfalls vielversprechend. Es scheint jedoch so zu sein, dass die Bioverfügbarkeit der einzelnen Polyphenole unterschiedlich ist, dieses Thema wird momentan in zahlreichen in-vitro-Studien untersucht. Auch wenn Langzeitstudien noch ausstehen, scheinen diese sekundären Pflanzenstoffe ein ernormes Potential zu besitzen.

Viele Früchte enthalten Polyphenole.
Viele Früchte enthalten Polyphenole.

Welche Pflanzen enthalten Polyphenole?

Vor allem in Pflanzen die eine kräftige Färbung oder einen herben Geschmack aufweisen sind diese Stoffe enthalten. Sie sind sowohl in Obst, Gemüse, Kakao und Tee zu finden. Selbst in Rotwein sind diese sekundären Pflanzenstoffe enthalten. Beispiele sind Heidelbeeren, Himbeeren, Äpfel, Leinsamen, Aronia, Moringa, Rote Beete, Grünkohl und Brokkoli. Da Polyphenole einen synergistischen Effekt bei der gleichzeitigen Aufnahme von Vitamin C und Vitamin E aufweisen, jedoch durch Milch neutralisiert werden können, sollte man bei der Zubereitung aufmerksam sein. So kann beispielsweise Zitronensaft die Wirkung verstärken. Ob eine Einnahme von Präparaten sinnvoll ist, lässt sich zurzeit nicht beantworten. Es gibt jedoch auch Hinweise darauf, dass eine zu Hohe Dosis an Polyphenolen eine negative Auswirkungen haben könnte.

3 Gedanken zu „Polyphenole

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