Bioverfügbarkeit

Die Bioverfügbarkeit gibt an, wie Prozent eines Wirkstoffes wirklich vom Körper aufgenommen werden können. Eine andere Bezeichnung für diesen Begriff wäre also die Aufnahmefähigkeit des Körpers. Häufig findet man diesen Begriff im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln. Während der Körper einige Substanzen bis zu einer gewissen Menge vollständig aufnehmen und verwerten kann, ist dies bei anderen Substanzen nur in Kombination mit anderen Stoffen möglich. Ein recht bekanntes hierfür Beispiel sind die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, welche nur in Kombination mit Fett vom Körper gut verwertet werden können.

Ein Beispiel für den Zusammenhang zwischen Bioverfügbarkeit und der Menge des Wirkstoffen ist Vitamin C. Während Vitamin C in einer Dosis von 200 mg vollständig vom Körper verwertet wird, liegt die Bioverfügbarkeit bei einer Dosis von 1250 mg nur noch bei 49%. In diesem Fall ist also eine mehrmalige Einnahme von niedrigen Dosen über den Tag verteilt sinnvoller. Ein mal täglich eine hohe Dosis einzunehmen ist weniger sinnvoll. Bei anderen Wirkstoffen kann es jedoch auch ganz anders sein. In den Artikeln auf Gesundheit im Leben finden Sie immer einen Hinweis zur Bioverfügbarkeit, sofern dies für den Wirkstoff relevant ist.

Curcumin, der Hauptwirkstoff von Curcuma, weist je nach Zusatz verschiedene Bioverfügbarkeiten auf

Bei manchen Wirkstoffen lässt sich die Aufnahmefähigkeit auch durch moderne Technologie steigern. So am Beispiel von Curcumin, dem wichtigsten Wirkstoff von Kurkuma. Der Körper kann Curcumin kaum aufnehmen, weswegen die Bioverfügbarkeit gesteigert werden muss. Eine möglichkeit ist das erhitzen in Öl. Jedoch hat dies nur einen geringen Effekt. Deshalb wird die Bioverfügbarkeit in den meisten Präparaten durch Piperin (Schwarzer Pfeffer) gesteigert. Es existieren aber auch die ersten Präparate am Markt, in denen die Aufnahmefähigkeit durch Mizellentechnologie gesteigert wird. Diese Präparate besitzen eine wesentlich höhere Bioverfügbarkeit als die mit Piperin.

Medikamente werden in Notfällen deswegen überwiegend intravenös verabreicht, da hier der Körper die Wirkstoffe schnell und nahezuvollständig verwerten kann.

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